Rupertitriduum 2018

24.09.18

In den vergangen Tagen feierten wir das Kirchweihfest unserer Abteikirche und das Hochfest unserer Kloster- und Diözesanpatrone Rupert und Virgil.

Die Schwellen und Zugänge zu Kirche und Glaube niedrig halten, möglichst barrierefrei den Raum der Gemeinschaft der Glaubenden zugänglich machen, so ermutigte uns der heurige Festprediger zum Rupertusfest, Propst em. Rupert Kroisleitner aus dem Stift Vorau, bezugnehmend auf die nun begonnene Kirchenrenovierung. Die festlichen Tage bei uns, an denen vielen Besuchern die Tore des Klosters offenstanden, begannen am Samstag 22. September mit dem Kirchweihfest unser Abteikirche und der ewigen Profess unseres Mitbruders fr. Johannes Feierabend. Ein Schritt unseres Mitbruders der keineswegs selbstverständlich ist in dieser Zeit, wie Erzabt Korbinian betonte, aber uns alle natürlich mit großer Freude erfüllt. Am Sonntag feierten wir dann in der Gemeinschaft den Namenstag unseres Konventseniors Br. Nikolaus und die erste Vesper zum Rupertifest. Der Rupertitag, 24. September, stand heuer ganz unter Zeichen des Jubiläumsjahr 1300 Jahre Tod des hl. Rupert und der hl. Erentrudis. Angeregt durch den Erneuerungsprozess der Erzdiözese Salzburg startete die traditionelle Reliquienprozession erstmalig am Nonnberg, führte durch die Altstadt nach St. Peter und nach der Statio in der Stiftskirche in den Dom zum Hochamt. Begleitet wurde die Prozession von vielen Trachten-, Heimat-, Schützen- und Musikvereinen aus dem ganzen Salzburger Land. Am Abend des bereits schon sehr ereignisreichen Tages versammelten wir uns um im Kloster die zweite Vesper und das Hochamt zu feiern, sowie den Namenstag unserer Mitbrüder P. Rupert Schindlauer und P. Virgil Steindlmüller. Es war der letzte Gottesdienst in der Stiftskirche vor der Renovierung. Die Stiftsmusik St. Peter, unter der Leitung von Stiftskapellmeister Peter Peinstingl, beeindruckte mit der Aufführung der Es-Dur- Messe von Franz Schubert, die mit ihren musikalischen Motiven einen bildhaften Eindruck der Heilsgeschichte in unseren Ohren hinterlassen haben, nicht zuletzt durch die Passage des „et incarnatus est“ im Credo. In den drei Predigten führte uns Propst em. Rupert immer wieder Papst Franziskus als Beispiel der Wachsamkeit und Offenheit für gesellschaftliche und kirchliche Fragen vor Augen. An Papst Franziskus zeigt sich wie alle Christen aus der Mitte des Volkes berufen sind, hinein in die Mitte des Volkes zu gehen und das Evangelium zu verkünden, zu kommen bis an die Ränder der Gesellschaft, um dort Christus zu begegnen. Der Versuchung zu wiederstehen, beim Gang durch die Altstadt Christus in der Bettlerin, im Bettler nicht ins Antlitz zu sehen, sei eine große Herausforderung, so Rupert Kroisleitner. Als Rahmenprogramm der Festtage luden wir zu zahlreichen Führungen durchs Kloster und in die Stiftskirche ein, sowie zu Kirchenkonzerten. Die Mitte der Feierlichkeiten war aber sicher die 3-tägige Anbetung vor dem Allerheiligsten in der Marienkapelle, Stunden der Stille und der lobenden und bittenden Begegnung mit dem Herrn inmitten des Trubels.

Hier gibt es noch einige Eindrücke der Feierlichkeiten.